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Insektenhotel in der Schachtel

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Insektenasyl in einer Marzipanschachtel

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Insektenasyl in einer Marzipnaschachtel mit Plastikröhrchen
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Diese Marzipanschachtel

wurde an der Seite mit Bohrlöchern für die Aufnahme von Plastiktrinkröhrchen versehen. So kann man nach dem Aufklappen der Schachtel sich in aller Ruhe ansehen, wie die Insekten die angebotenen Röhrchen nutzen. Die Enden der Röhren wurden mit einem kleinen Lehmklümpchen verschlossen. Selbstverständlich wird die Schachtel nur dann entfernt, wenn kein Flugbetrieb herrscht.

Mitte Oktober 2009
hatte ich die Schachtel aus reiner Neugierde noch einmal geöffnet. Und siehe da, eine Hornissenkönigin hatte sich auf dem Rücken zum Winterschlaf in ein Röhrchen gelegt. Oder ist es eine Wespe?

Hornisse im Winterschlaf im Insektenhotel der Marzipanschachtel

Am 19. Februar 2010 war ich in meinem Kleingarten und habe natürlich auch nach meiner Insektenbude gesehen. Eine Woche zuvor hielt ich meine winterschlafende Hornisse noch für tot und dachte, schade, sie hat den langen Winter nicht überlebt. Aber heute belehrte sie mich eines Besseren, denn sie bewegte sich. Das war zwar kaum wahrnehmbar und es ging auch alles noch recht langsam vor sich, wie im Zeitlupentempo. Kann sein, daß sie Morgen weg ist.

Hornisse erwacht aus dem Winterschlaf

Ich habe die Gelegenheit genutzt und ein kleines Video bei YouTube eingestellt.
Es ist noch kühl, deshalb geht alles etwas langsam. Wenn man solange geschlafen hat, dann kommt man eben nicht so schnell wieder auf die Beine! Ich habe sie wieder in die Insektenbude zurückgetragen.

Am anderen Morgen war sie noch da, lag aber nach der kühlen Nacht wieder völlig reglos wie tot in ihrer Röhre. Den ganzen Tag über schien die Sonne. Und so glaubte ich, daß sie wohl am Nachmittag weg sein würde. War sie aber noch immer nicht. So nahm ich das Röhrchen vorsichtig aus dem Kästchen, zerdrückte den Lehmverschluß und klopfte sie vorsichtig halb aus dem Röhrchen heraus und hauchte sie mehrmals an. Da kam sofort Bewegung in die klammen Glieder. Ich legte sie auf dem Gartentisch in die Sonne. Und damit der Wind sie nicht vom Tisch blasen kann, beschwerte ich das andere Ende des Röhrchens mit einem Becher. Als ich nach nur wenigen Minuten nach ihr sehen wollte, war sie bereits verschwunden. Die wärmende Sonne hat sie ganz schnell ins Leben zurückgeholt. Und nun wird sie wohl einen neuen Staat gründen.

Ihren Abflug habe ich so leider verpaßt.

Hornisse überwinterte in diesem Plastikröhrchen

Hornisse überwinterte in diesem Plastikröhrchen


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2010

08.06.2010:
In die Marzipanschachtel ist ein neuer Gast eingezogen. Eine Mauerbiene hat eines der angebotenen Plastikröhrchen belegt, gelben Blütenpollen eingetragen, ein Ei dazu gelegt und anschließend das Gelege und zusätzlich den Eingang schön säuberlich vermauert.
Am 28.06.2010
Gelege der Mauerbiene im PlastikröhrchenMauerbiene Raupe im Plastikrohrwar im Röhrchen deutlich eine Raupe zu erkennen. Die Vorräte an Pollen waren aber schon ziemlich aufgebraucht. So wird sie sich in den nächsten Tagen wohl verpuppen müssen. Bei YouTube ist diese Raupe in Bewegung zu sehen. Na, ja, was heiß schon in Bewegung. In dem winzigen Röhrchen ist ja kaum Platz zum Bewegen. Auf manchen Seiten im Web wird behauptet, daß Glas- uind Plastikröhrchen wegen der hohen Verpilzungsgefahr denkbar ungeeignet seien. Die Brut würde in jedem Fall absterben. Diese Bilder beweisen das Gegenteil.

 

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