Obwohl Edel eine Insektenallergie hat, nimmt sie regen Anteil am Bau des Insektenhotels. Eines Tages fragte sie mich, ob ich mit dem Verpackungsmaterial aus zusammengestecktem Sperrholz etwas anfangen kann.
Und so entstand die Idee vom Stundenhotel. Warum Stundenhotel? Das ist doch irreführend! Na, ja, ich habe eine Stunde daran gebaut und so kam ich auf diese Bezeichnung. Ein wenig Lehm anrühren, ziemlich flüssig und dann nach und nach die hohlen Stengel dicht beieinander in den Lehm stecken. Als die Stengel nicht mehr reichten mußte noch trockenes Lauch aus dem Garten herhalten. Das sind die etwas größeren Stengel. Ich verwendete die hohlen Stengel einer abgeblüten Gartenblume (Iris?).
Es ist egal, wie lang die Stengel sind. Jedenfalls müssen sie nicht gleich lang sein und natürlich auch nicht zu kurz. Unterschiedliche Längen sind sogar voreilhaft, weil die Insekten sie wie einen Laufsteg benutzen. Wenn der Lehm durchgetrocknet ist, stellt man das "Stundenhotel" in das Insektenhotel oder hängt es an einer vor Regen und Wind geschützten Stelle so auf, daß die Stengel waagerecht liegen. Wenn sie senkrecht stehen, werden sie aber auch angenommen.